Internationale Konferenz mit Beitrag zu Grüner Pädagogik

Konferenz „Changements & Transitions“

Hochschul-Beitrag zu "Grüner Pädagogik"

Am 6. und 7. November 2017 fand eine internationale Konferenz unter dem Titel "Veränderungen und Übergänge: Herausforderungen für die Umweltbildung und die Bildung für nachhaltige Entwicklung" in Toulouse statt. Veranstalter war die „Nationale Lehrerbildungsschule für Agrarwissenschaften an der Jean Jaures Universität“. Eine internationale Jury wählte aus einer Vielzahl an unterschiedlichen Einreichungen auch einen Beitrag unserer Hochschule zum Thema „Grüne Pädagogik – Lernen am Widerspruch“ aus – dieser wurde auf der Konferenz von Wilhelm Linder präsentiert. Nachstehend einige Kernaussagen des Beitrages:

Die Landwirtschaft steht vor großen Herausforderungen. Sie steht im globalen Wettbewerb, soll die Landschaft pflegen, die Traditionen bewahren, aber offen sein für Neues: Bauern und Bäuerinnen der Zukunft müssen mit Widersprüchen umgehen, sie abwägen und entscheiden, kurz – sie müssen „systemisch denken und handeln“ wie kaum ein anderer Beruf. Dies gilt auch für eine nachhaltige Entwicklung: wird tatsächlich Zukunft gestaltet, braucht es ein Fundament, braucht es Konzepte für den Umgang mit Widersprüchen, für vernetztes, systemisches Denken.

Vor dem Hintergrund dieser Herausforderungen wurde in den letzten Jahren unter der Leitung von VR Mag. Wogowitsch das Konzept der Grünen Pädagogik entwickelt. Grüne Pädagogik (GP):

  • verknüpft konstruktivistische Unterrichtskonzeptionen mit den Zielsetzungen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. GP thematisiert Nachhaltigkeit im doppelten Sinne: als Idee einer ressourcenschonenden, gerechteren Gesellschaft und als ein Konzept, das die Nachhaltigkeit des Lernens im Sinne einer langfristigen Wirkung im Fokus hat.
  • entwickelt Leitlinien und konkrete Beispiele, mit deren Hilfe sich Lernende der Agrar- und Umweltpädagogik Kompetenzen für systemisches Denken, für Kreativität und Innovationsfähigkeit aneignen können.

„Grüne Pädagogik“ thematisiert Werte und Werthaltungen, sie will aber gleichzeitig die Dialogfähigkeit trotz Widersprüchen entwickeln. In der Diskussion auf der Konferenz wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ganz besonders die Rolle von Werthaltungen angesprochen: sie hielten fest, dass ein Spannungsfeld besteht zwischen grundlegenden Werthaltungen, wie den Menschenrechten auf der einen Seite und der Wertevielfalt moderner Gesellschaften, etwa bei der Entwicklung persönlicher Lebensstile, auf der anderen Seite. Verwiesen wurde dabei auf einen dritten Bereich: damit eine Gesellschaft nicht in Subgruppen zerfällt, braucht es auch gemeinsam vereinbarte, ausgehandelte Werte – gerade für eine nachhaltige Entwicklung.

Die Konferenz lieferte damit Impulse, auch hier weiter zu überlegen, weiter zu entwickeln.

Kontakt:
wilhelm.linder@agrarumweltpaedagogik.ac.at

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