Hochschulprojekt in Tansania

"New Horizons"

Hochschulprojekt in Tansania mit Studierenden und Lehrenden

Anlässlich des Hochschulprojekts „New Horizons“ ging es am 31. August 2017 für ein Team von sieben Österreicherinnen und Österreichern nach Tansania, um in der Secondary School Manus Dei Schulentwicklungs- und LehrerInnenfortbildungsmaßnahmen zu setzen und das afrikanische Schulsystem kennenzulernen.

 

Die Umweltpädagogikstudentin Monika Humer, die Studierenden der Agrarpädagogik Katharina Prader und Thomas Weber, die Hochschullehrenden Sarah Eichinger und Klaus Karpf gemeinsam mit zwei Begleiterinnen des Vereins Azubi Kibwigwa Sieglinde Buttinger und Karina-Anna Karpf bildeten ein Projektteam, um sich auf dieses Abenteuer zu begeben.

 

Projektziel stellt eine langfristige Partnerschaft zwischen Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik, Secondary School in Kibwigwa und Universität AMUCTA in Tabora dar, da – wie auch schon Bundesminister Rupprechter in seiner Pressekonferenz anlässlich des Europa-Afrika Gipfels in Tansania betonte – es eine wichtige Aufgabe Europas ist, die Bildungsangebote in Afrika zu stärken und aufzubauen. Mit der Universität in Tabora wurde darüber hinaus die wertvolle Möglichkeit geschaffen, agrar- und umweltpädagogische Inhalte in einen sich derzeit noch in der Konzeption befindenden Studienzweig einfließen zu lassen. Anlehnend an das Österreichische Schulsystem wird die Secondary School in Kibwigwa in weiterer Folge als Praxisschule für Studierende dieses neuen Studienzweigs dienen.

 

Bildung ist mit Sicherheit der Schlüssel zu einem politisch und wirtschaftlich stabilen Afrika. Vor allem Tansania stellt – wie bereits von den Autoren Frank und Andreas in ihrem Werk „Der Afrika-Boom“ beschrieben – aufgrund seiner politisch stabilen Lage, reicher Bodenschätze und einer wachsenden Wirtschaft einen idealen Partner zur Umsetzung von Bildungsprojekten dar. Nachdem das berufsbildende Schulsystem in Österreich verstärkt Zulauf bekommt und auch dem internationalen Vergleich standhält, ist es ein großes Anliegen dieses Erfolgsprodukt auch in Tansania zu etablieren.

 

Die Secondary School in Kibwigwa nahe des Tanganjikasees an der Grenze zu Burundi ist bereits im dritten Jahr in Betrieb und umfasst momentan ca. 200 Schülerinnen und Schüler, welche großteils im Internat am Schulstandort untergebracht sind. In der 5. und 6. Klasse ist der Unterrichtsgegenstand „Landwirtschaft“ eingeführt worden, wofür derzeit auch eine eigene Schullandwirtschaft am Gelände errichtet wird. Weiters werden zur Sicherung der Wassersituation Kiefern im naheliegenden Tal gepflanzt und Kaffee, Ananas und Bohnen für die Selbstversorgung angebaut.

 

Die Universität AMUCTA in Tabora, welche sich ca. 200 km östlich von Kibwigwa befindet, hat von der tansanischen Regierung den Auftrag erhalten ein Agrarpädagogik Studium zu etablieren. Durch die Partnerschaft mit der Hochschule ist es gelungen, auch die Umweltpädagogik in das Curriculum, an welchem aktuell beide Kooperationspartner arbeiten, zu integrieren.

Ziel ist es, Studierende und Lehrende beider Institutionen zu einem Austausch einzuladen. Folglich werden auch im nächsten Jahr wieder drei Studierende der Hochschule ihr Schulpraktikum in Tansania absolvieren sowie Lehrende nach Kibwigwa reisen, um am Standort die Schulentwicklung zu begleiten und Lehrtätigkeit an der Universität in Tabora zu leisten.

 

In diesem Sinne ein großes „asante sana“, vielen herzlichen Dank an alle, die dieses Projekt möglich gemacht haben!

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