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hauptschule-agrarhs-10Kombination von HauptschullehrerInnenausbildung mit Agrar- und Umweltpädagogik

Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik, Wien, 14. Dezember 2010

PRESSEMITTEILUNG

Ab dem Wintersemester 2010/11 können Studierende der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik parallel das Bachelorstudium „Lehramt an Hauptschulen“ an der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich in Baden absolvieren. „Diese bundesweit neue Studienkombination eröffnet den angehenden PädagogInnen neue Berufsfelder, die es in dieser Form bisher nicht gab“, erklärten die Rektoren Erwin Rauscher und Thomas Haase. „Nun ist es möglich, in drei Jahren auch die Lehrbefähigung für die Hauptschulen und die Neuen Mittelschulen zu erwerben – ein wichtiger Schritt in Richtung Durchlässigkeit der Ausbildung“, so Rektor Haase. „Vice versa können Studierende der PH NÖ auch in das Studium der Umweltpädagogik einsteigen“, beschreibt Rektor Erwin Rauscher das Kooperationsmodell.

Dem LehrerInnenmangel entgegensteuern

In Österreich wird sich in den nächsten Jahren ein massiver LehrerInnenengpass auftun. Folgt man aktuellen Studien, so werden bis 2025 allein 9000 HauptschullehrerInnen fehlen. „Grund genug, um unseren Studierenden dieses neue Berufsfeld an Hauptschulen zu eröffnen“, so Vizerektorin Christine Wogowitsch und Vizerektor Kurt Allabauer. Bereits jetzt gibt es regionale Engpässe bei PädagogInnen; bundesweit werden für die kommenden Jahre zu wenige LehrerInnen besonders in den Gegenständen Physik, Chemie und Mathematik prognostiziert. In Niederösterreich gibt es schon Probleme bei der Anstellung von AHS- und BHS-LehrerInnen für Deutsch und Englisch, auch an Volks- und Sonderschulen herrscht nach wie vor ein sehr hoher Bedarf. Ein Grund ist die bevorstehende Pensionswelle: Nach Prognosen des Unterrichtsministeriums werden in den nächsten 15 Jahren rund die Hälfte der derzeit 120.000 LehrerInnen in Österreich in Pension gehen, schon in den nächsten Jahren wird ein großer Teil in den Ruhestand treten. „Das Interesse bei den Studierenden ist sehr groß“, bestätigt Institutsleiter Josef Schellenbacher, „denn einerseits eröffnen sich durch die Kombination für unsere StudentInnen neue Jobmöglichkeiten, andererseits ist die pädagogische Herausforderung, auch 10- bis 14-Jährige zu unterrichten, besonders attraktiv.“

Eckdaten der neuen Studienkombination

Insgesamt absolvieren die StudentInnen Lehrveranstaltungen im Rahmen von 55 bis 70 ECTS-Credits zusätzlich zu ihrem Studium an der Hochschule für Agrar- und Umweltpäd–ago–gik von 180 ECTS-Credits, um den ‚Bachelor of Education‘ auch an der PH NÖ zu erwerben. Sie können zwei Unterrichtsfächer wählen: als Erstfach Deutsch, Englisch oder Mathematik; als Zweitfach Biologie und Umweltkunde. Dafür pendeln die StudentInnen zwei Mal wöchentlich von Ober St. Veit nach Baden. Blended-Learning-Modelle werden bereits angedacht.

Informationen
Infos zum Bachelorstudium Agrarpädagogik bzw. Umweltpädagogik und zum Lehramt für Hauptschulen unter: www.agrarumweltpaedagogik.ac.at sowie www.ph-noe.ac.at.

 
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